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Schriftzug von Buchenwald

Bild zeigt die Effektenkarte des Architekten Franz Ehrlich, ausgefüllt nach seiner Einlieferung ins KZ Buchenwald.
Am 2. September wurde der Bauhaus-Architekt Franz Ehrlich in das KZ Buchenwald eingeliefert. Die Effektenkarte dokumentiert, was er bei sich trug.

Der Bauhaus-Architekt Franz Ehrlich musste als Insasse des KZ Buchenwald Ende 1937 die Pläne für das Gelände und die Wohnhäuser der SS-Offiziere entwerfen. Für den Spruch „Jedem das Seine“ über dem Eingangstor des KZ wählte er eine Schriftart, die dem von den Nationalsozialisten verfemten Bauhaus-Stil ähnelte. Dieser galt als „entartete Kunst“. Ehrlich, der als Kommunist 1934 verhaftet worden war, setzte so ein stilles Zeichen der Selbstbehauptung und des Widerstands. Im Oktober 1939 wurde er entlassen. Nach dem Krieg arbeitete er als Architekt in der DDR. Die von ihm unterzeichnete Effektenkarte aus dem KZ Buchenwald führt seine Kleidung bei der Überstellung aus dem Gefängnis auf.

(1.1.5.3/5810866, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)