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Steinbeschaffung für Frostschäden

Bild zeigt eine Anfrage von 1943, im Distrikt Galizien jüdische Grabsteine für den Straßenbau freizugeben.
Jüdische Grabsteine für den Straßenbau: In einem Brief von 2. April 1943 wurde der Kreishauptmann in Tarnopol aufgefordert, jüdische Friedhöfe als Baumaterial freizugeben.

In einem Schreiben an den Kreishauptmann in Tarnopol, Generalgouvernement des Distrikts Galizien, vom 2. April 1943 werden für die Frostaufbrüche der Straße in Tarnopol Packlagesteine angefordert. Um die Aufrechterhaltung des Verkehrs zu gewährleisten, sollten „die beiden Judenfriedhöfe von Zbaraz für diesen Zweck“ freigegeben werden. Die Nationalsozialisten planten die vollständige Auslöschung des Judentums, einschließlich der Synagogen oder Friedhöfe. Kein Stein sollte mehr von jüdischer Existenz zeugen, und so wurden sie zu Bruch- und Baumaterial.

(1.2.7.8/82187641, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)