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Cousins, die den Holocaust überlebten, nach 70 Jahren vereint

Bild zeigt: Die Begegnung von den Cousins Leon Schagrin und Leo Adler
Die Cousins und Überlebende des Holocaust sehen sich das erste Mal seit 70 Jahren wieder.

Der 13-jährige Leon Schagrin hatte seinem Vater ein Versprechen gegeben, bevor die Nationalsozialisten Leons gesamte Familie ins Vernichtungslager Belzec deportierten. Leon versprach, die Geschichte der Familie der Welt als ein warnendes Beispiel zu erzählen. 70 Jahre später hält Leon das Versprechen auf unerwartete Weise.

Zunächst erzählt Leon seine Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Autor Stephen Shooster und dem Herausgeber Jim Boring in der Biographie “The Horse Adjutant“. Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen war eine wichtige Quelle für das Buch. Er konnte wesentliche Unterlagen liefern, die die Einzelheiten der Geschichte bestätigten und den Recherchen dank der Originaldokumente Tiefe verliehen.

Vor kurzem las ein lange verloren geglaubter Cousin von Leon und ebenfalls ein Überlebender von Auschwitz, Leo Adler, „The Horse Adjutant“. So konnten die beiden wieder zueinander finden. „Das ist der größte und wichtigste Tag in meinem Leben“, sagte Schagrin anlässlich ihres Wiedersehens. Leo ist sein einziger lebender Verwandter. Alle anderen wurden während des Holocausts ermordet.

Da sich Leon nicht mehr an den Nachnamen seines Cousins erinnern konnte, hatte er ihn nie suchen können. Sie waren in Auschwitz voneinander getrennt worden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren sie beide emigriert und hatten viele Jahre eng beieinander gelebt im Süden von Florida. Die Geschichte von ihrer Familiezusammenführung wurde von vielen Nachrichtenagenturen und Zeitungen auf der Welt aufgegriffen. „Langsam aber sicher erfüllt sich Leons Versprechen an seinen Vater“, freut sich Autor Stephen Shooster.