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FAQ

  • Wie viele Effekten hat der ITS?
    Zurzeit sind im Archiv des ITS noch circa 2.800 Effekten vorhanden, deren frühere Eigentümer namentlich bekannt sind. Es handelt sich vorwiegend um Brieftaschen mit Papieren, Briefen und Fotos, die die Nationalsozialisten den Häftlingen bei der Einlieferung in Konzentrationslager abgenommen hatten. Die Effekten haben in der Regel keinen materiellen, aber einen hohen ideellen Wert für die Familienangehörigen. Daher bemüht sich der ITS um die Rückgabe.
  • Was sind die Aufgaben des ITS?

    Zu den Hauptaufgaben des ITS zählen:

    • die Erteilung von Auskünften an Überlebende und Familienangehörige von NS-Verfolgten
    • die Klärung von Schicksalen sowie die Suche nach Familienangehörigen
    • die Erschließung, Bewahrung, Konservierung und Restaurierung der historischen Zeugnisse
    • Forschung, Pädagogik und Erinnerung.
  • Warum befindet sich der ITS in Bad Arolsen?
    Die nordhessische Kleinstadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Standort ausgewählt, weil sie etwa in der Mitte der vier Besatzungszonen lag. Arolsen blieb im Krieg weitgehend unzerstört und verfügte über intakte Telegrafen- und Telefonverbindungen. Zunächst zog der ITS in ein Verwaltungsgebäude (heute das Rathaus) und dann in eine ehemalige SS-Kaserne, die ausreichend Platz für Dokumente und die Vielzahl von Beschäftigten bot. Als die Nato 1952 die Kaserne beanspruchte, wurde für den ITS ein neues Hauptgebäude an der Großen Allee errichtet. Hier ist das Archiv noch immer untergebracht. Daneben hat der ITS drei weitere Gebäude angemietet.
  • Wie gestaltet sich die Geschichte des ITS?

    Die Aufgaben der Einrichtung waren zunächst die Hilfe für Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung, die Klärung von Schicksalen sowie die Koordination der Suche nach überlebenden Familienangehörigen. Daher der Name der Einrichtung: Internationaler Suchdienst/International Tracing Service. Im Laufe der Zeit wurden die Aufgaben des Suchdienstes erweitert. Dazu zählte der Aufbau eines Archivs, das Dokumente über die NS-Verfolgung, Ausbeutung durch Zwangsarbeit und Überlebende sammelt und bewahrt. Als weitere Aufgaben kamen Auskünfte aus den Dokumenten für Überlebende und Familienangehörige von Opfern, Bescheinigungen für Rentenzahlungen und Entschädigungsleistungen sowie die Unterstützung bei Prozessen gegen NS-Verbrecher hinzu. Seit der Öffnung des Archivs im November 2007 widmet sich der ITS verstärkt auch der Forschung, Erinnerung und Bildungsarbeit.