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Wir begleiten Forschung

Bild zeigt: Forschung im ITS-Archiv

Wissenschaftler bei der Recherche in der Datenbank des ITS.

Seit November 2007 steht das Archiv des International Tracing Service (ITS) der Forschung offen. Ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beantwortet wissenschaftliche Anfragen und betreut die Forschenden vor Ort.

  • Vor Ort, online oder Anfragen

    Für Forschungsprojekte empfiehlt sich meist ein Aufenthalt beim ITS in Bad Arolsen. In der Vorbereitung stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei fachlichen Fragen zur Verfügung und geben beispielsweise Auskunft über die Bestände. Der ITS unterstützt auch den wissenschaftlichen Nachwuchs dabei, Studienprojekte zu verwirklichen. Zudem ist es möglich, als Gruppe gemeinsam zu recherchieren.

    Kopien des digitalisierten ITS-Bestands stehen daneben weltweit bei einer Reihe von Partnerinstitutionen zur Verfügung.

    Seit Oktober 2015 sind erste Teilbestände darüber hinaus auch im Online-Archiv des ITS für Recherchen im Internet verfügbar.

    Handelt es sich um kleinere Archivanfragen, beispielsweise zu Schicksalen einzelner Personen, so übernehmen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne die Recherche und erteilen im Rahmen der Gebührenordnung Auskünfte per Mail.

  • Wer kann beim ITS forschen?

    Jeder ist herzlich eingeladen, nach Bad Arolsen zu kommen, um beim ITS vor Ort für seine Projekte zu recherchieren. Bei den Forschenden handelt es sich in den meisten Fällen um:

    • Wissenschaftler aus Universitäten, Akademien, Gedenkstätten, Museen
    • Doktoranden und fortgeschrittene Studierende
    • Interessierte aus Gedenkinitiativen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen
    • Vertreter von Minderheiten
    • Archivare
    • Regional- und Lokalhistoriker
  • Wie laufen die Recherchen vor Ort ab?

    1998 wurde mit der Digitalisierung der Dokumente im Archiv des ITS begonnen, so dass heute rund 85 Prozent des Bestands in einer Datenbank eingesehen werden können. Forschende arbeiten in den Leseräumen an PCs in der ITS-Datenbank. Zu Beginn erhalten die Besucher eine Einweisung in die Datenbank und die zur Verfügung stehenden Recherchewege. Die ITS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter geben Tipps und stehen für Fragen zur Verfügung. Noch nicht digitalisierte Bestände können selbstverständlich genutzt werden. Hier sollten Sie jedoch etwas längere Bereitstellungszeiten einplanen.

    Digital verfügbare Dokumente können projektbezogen kostenlos auf einem USB-Stick gespeichert werden. Aus Schutz vor Viren müssen die Datenträger beim ITS erworben sein.

  • Was Sie über die Recherchemöglichkeiten wissen müssen

    Der ITS war lange Jahre eine Such- und Anlaufstelle für Überlebende und Angehörige von NS-Verfolgten. Die Sammlung des ITS wurde diesen ursprünglichen Aufgaben entsprechend angelegt. Ihr Wert lag in der Klärung von Einzelschicksalen. Die Suche nach Namen hatte deshalb höchste Priorität, was sich auch in der eigens für den ITS entwickelten Datenbank widerspiegelt. Erst seit 2007 wird der ITS auch als wissenschaftliches Archiv geführt. Aus diesem Grund ist die archivische Erschließung der Bestände noch nicht so weit fortgeschritten, wie es den Anforderungen der Forschung entspricht. Nach und nach werden einzelne Bestände tiefer erschlossen, so dass die Themen- und Schlagwortsuche verbessert wird. Dieser Prozess wird aufgrund der Größe des Archivbestands allerdings noch viele Jahre in Anspruch nehmen.

    Aus dieser Historie resultiert eine weitere Besonderheit: Dokumente wurden nicht, wie in der Archivtradition üblich, nach Provenienz (Herkunft) sortiert, sondern zumeist nach Sachbezug und chronologisch entsprechend ihrem Eingangsdatum abgelegt.

    Das sind die Gründe, warum der enge Kontakt zwischen den Forschenden und dem Team der Abteilung Forschung wichtig ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen die Bestände sehr gut und können Tipps und Hinweise geben, welche Recherchewege erfolgreich sein können oder welche Bestände zum jeweiligen Forschungsthema relevant sind. In Bad Arolsen stehen Ihnen darüber hinaus eine Vielzahl noch nicht digitalisierter Bestände und zahlreiche vom ITS erstellte Hilfsmittel, wie z.B. Orts- und Lager- oder Themenkarteien zur Verfügung.

Sie können den ITS besuchen und im Digitalen Archiv recherchieren. Jeder Interessierte kann sich anmelden und in den Lesesälen an Computerarbeitsplätzen zu seinen Forschungsprojekten arbeiten.

Sie haben beim ITS im Lesesaal recherchiert? Dann können Sie sich hier an der Nutzerumfrage beteiligen.

Oder haben Sie eine Anfrage an uns gestellt? Dann bitten wir Sie, sich an dieser Nutzerumfrage zu beteiligen.