a A

Projekte und Forschungsthemen

Bild zeigt: Dokumente aus dem Bestand zu Displaced Persons (DPs)

Dokumente aus dem Bestand zu Displaced Persons (DPs)

Das Archiv des International Tracing Service (ITS) national und international als Ort der Forschung zu etablieren, ist seit der Neuorientierung 2007 eine zentrale Aufgabe. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei Projekte und Publikationen, die der ITS anregt, begleitet und umsetzt. Projekte wie das DP-Camp-Verzeichnis dienen dazu, Wissenschaftler in ihrer Arbeit zu unterstützen. Die ITS-Publikationen, darunter das wissenschaftliche Jahrbuch sowie die Fundstücke, bieten den Raum, neue Forschungsergebnisse und Sammlungsschwerpunkte vorzustellen und Potentiale des Archivs aufzuzeigen.

Der ITS ist mit großen internationalen Partnern, wie Yad Vashem in Jerusalem, dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington oder der Wiener Library in London vernetzt, die Kopien des digitalisierten ITS-Archivs besitzen. Mit diesen Partnern pflegt der ITS den wissenschaftlichen Austausch und initiiert gemeinsame Projekte. Ziel ist es, auch international Forschungsimpulse zu setzen. Durch seine Tätigkeit verfügt der ITS zudem im In- und Ausland über zahlreiche Kontakte zu Forschungseinrichtungen und Gedenkstätten und unterstützt die Vernetzung zwischen diesen Institutionen und den Forschenden beim ITS.

Bild zeigt: Key Visual der DP-Ausstellung

Mit der Ausstellung lenkt der ITS den Blick auf das Schicksal Überlebender der NS-Verfolgung, des Holocaust und der Zwangsarbeit, die von den Alliierten „Displaced Persons“ (DPs) genannt wurden.

Bei größeren Projekten, wie der DP-Ausstellung „Wohin sollten wir nach der Befreiung“, greifen Forschung und Bildung ineinander. Die Forschungsergebnisse stellen die Basis für Veranstaltungen sowie für die Erstellung der pädagogischen Handreichungen dar. Derzeit liegt der Fokus in der Forschung auf einzelnen Aspekten aus folgenden Themenschwerpunkten:

  • Haftstätten im NS-Terrorsystem
    (Räumliche Dimensionen der Verfolgung; Wege durch das Lagersystem)
  • Desiderate der Holocaust-Forschung
    (Die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland; Vergessene Topografien der Shoah, z.B. Lager in Italien oder Tunesien; Narrative in Massenakten)
  • NS-Zwangsarbeit
  • Endphase-Verbrechen
    (Letzte Deportationen und Verhaftungswellen; Todesmärsche)
  • Befreiung und Displaced Persons
    (Diversität der DPs; Resettlement Program; Child Search Branch; Juden in Nordafrika/DPs in Nordafrika-Asien)
  • Entschädigung und Erinnerung
    (Veränderung der Erinnerung an die Verbrechen im Kontext und im Spiegel der Entschädigung, u.a. ITS-Korrespondenz)

Sie können den ITS besuchen und im Digitalen Archiv recherchieren. Jeder Interessierte kann sich anmelden und in den Lesesälen an Computerarbeitsplätzen zu seinen Forschungsprojekten arbeiten.