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Glossar

  • Lager

    Im nationalsozialistischen Lagersystem existierten eine Vielzahl unterschiedlicher Lagertypen. Sie unterschieden sich hinsichtlich ihrer Struktur, Funktion, Organisation, ihrer Größe und Dauer. Bei vielen Lagern ist eine genaue Zuordnung zu einem bestimmten Typus äußerst schwierig, da die Lager Wandlungen unterlagen und im Laufe ihrer Existenz unterschiedliche Funktionen durchlaufen konnten. Die verschiedenen Kategorisierungen geben also lediglich einen ersten Hinweis. In den Konzentrationslagern wurden politische Gegner, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und so genannte Asoziale eingesperrt. Darüber hinaus gab es Durchgangslager, Ghettos, Heime, in denen Behinderte ermordet wurden, sowie Lager für Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Die Gesamtzahl der Lager geht in die Zehntausende.

  • Lebensborn e.V.

    Der 1935 gegründete Lebensborn e.V. war ein von der SS getragener Verein. Sein Ziel war die Erhöhung der Geburtenrate von Kindern so genannten "guten Blutes" ("arisch"), auch durch die Förderung von unehelichen Geburten. Dies sollte durch anonyme Entbindungen in Lebensborn-Heimen und die Vermittlung der Kinder zur Adoption – bevorzugt an Familien von SS-Angehörigen – erreicht werden. Zudem wurden Kinder, die dem rassistischen Ideal der NS-Ideologie entsprachen, aus den von Deutschen besetzten Gebieten verschleppt. Unter Verschleierung ihrer Identität wurden die Kinder in Heimen untergebracht und unter Zwang „germanisiert/eingedeutscht“.

  • Listenmaterial

    Dabei handelt es sich um Sammlungen personenbezogener Unterlagen, die nach Konzentrationslagern sortiert sind. Beispiele für Listenmaterial sind u.a.: Transportlisten, Häftlingslisten, Totenlisten, Exekutionslisten, Namenslisten befreiter Personen.