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Glossar

  • Reaktive Aufträge

    Frühere Anfragen an den ITS, für die aufgrund neuer Dokumente weitere Informationen gegeben werden können.

  • Reichsführer SS

    Reichsführer-SS war zur Zeit des Nationalsozialismus der höchste Dienstrang innerhalb der SS (Schutzstaffel), den Heinrich Himmler ausfüllte.

  • Reichsgau

    Ab 1938/39 wurden an das deutsche Reichsgebiet angrenzende Gebiete annektiert und als „Reichsgaue“ unter der Leitung eines Reichsstatthalters in das Reichsgebiet eingegliedert. Dies geschah in Österreich, Polen (Danzig-Westpreußen, Wartheland) und der Tschechoslowakei (Sudetenland).

  • Reichsicherheitshauptamt

    Abkürzung: RSHA

    Das Reichsicherheitshauptamt (RSHA) wurde am 27. September 1939 gebildet. Im RSHA wurde die Sicherheitspolizei (Gestapo und Kriminalpolizei) mit dem Sicherheitsdienst (SD) der SS zusammengelegt. Mit rund 3000 Mitarbeitern war das RSHA die zentrale deutsche Polizeibehörde, die insbesondere auch bei der Verfolgung, Deportation und Vernichtung der Juden Europas eine entscheidende Rolle spielte.

  • Reichskommissariat

    Abkürzung: R.K.

    Als Reichskommissariate wurden sowohl die besetzten Gebiete im Osten (R.K. Ostland und R.K. Ukraine) aber auch andere Gebiete bezeichnet, die von einer zivilen Besatzungsbehörde unter Leitung eines Reichskommissars geleitet wurden, wie Norwegen und Niederlande.

  • Reichsvereinigung der Juden

    Im Juni 1939 wurden alle noch bestehenden jüdischen Organisationen zwangsweise in die "Reichsvereinigung der Juden in Deutschland" eingegliedert, die mit der 10. Verordnung zum Reichsbürgergesetz geschaffen worden war. Die Reichsvereinigung stand unter Aufsicht des Reichsministeriums des Inneren bzw. der Geheimen Staatspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD) und ab September 1939 des Reichssicherheitshauptamts (RSHA). Der Reichsvereinigung oblagen hauptsächlich soziale Aufgaben, sie wurde jedoch von den NS-Behörden auch dazu gezwungen, an der organisatorischen Umsetzung von antijüdischen Maßnahmen mitzuwirken.

  • Repatriierung

    Repatriierung bezeichnet nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Rückführung von Displaced Persons (DPs) in das Land, aus dem sie ursprünglich stammten. Sie war zunächst das Ziel aller vier Besatzungsmächte. Aufgrund der Grenzverschiebungen, der Annektion von Staaten und Gebieten durch die ehemalige Sowjetunion, Repressalien wegen des Vorwurfs der Kollaboration mit dem Feind und Pogromen gegen jüdische Rückkehrer kam die Repatriierung gen Osteuropa jedoch bald zum Erliegen. Ab Anfang 1947 wurde versucht, den bisher nicht repatriierten DPs aus den westlichen Besatzungszonen eine Auswanderung zu ermöglichen.

  • Resettlement Center

    In Resettlement Center kamen Displaced Persons (DPs) vor ihrer Ausreise in ein neues Heimatland. Dort wurden die Ausreisepapiere ausgestellt, Reiselisten erstellt und Tickets ausgefüllt. Das Gepäck wurde kontrolliert, gekennzeichnet und aufgegeben. Es folgte eine letzte Befragung und ärztliche Untersuchung vor der Ausreise.

  • Revierkarte

    Eine Revierkarte wurde für Häftlinge in Konzentrationslagern angelegt, wenn diese in den Krankenbau eingeliefert wurden. Vermerkt wurden neben den Personalien auch Daten über die Behandlung des Häftlings, wie zum Beispiel Angaben über Impfungen, die Krankenvorgeschichte und Untersuchungstermine.