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Glossar

  • T/D-Fallablage

    T/D-Fälle betreffende Korrespondenzablage des ITS, in der bis heute der ein- und ausgehende Schriftverkehr zwischen dem Suchdienst, Behörden sowie Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und ihren Familienangehörigen abgelegt wird. Die Unterlagen enthalten Anfragen, Briefe und sogar Zeitzeugenberichte von Menschen, die sich an den Suchdienst wandten, um Auskunft über die vorhandenen Dokumente zu erhalten oder noch lebende Familienangehörige zu suchen. In vielen Fällen benötigten sie Nachweise für Entschädigungs- oder Rentenanträge. Sofern der betreffende Schriftverkehr älter als 25 Jahre ist, ist er für die historische Forschung zugänglich.

  • T/D-Nummer

    Abkürzung: T/D

    Tracing/Documentation = Suche/Dokumentation; Anfragen von Überlebenden und Angehörigen werden beim ITS unter dieser aus der unmittelbaren Nachkriegszeit stammenden Abkürzung registriert.

  • Todesmarsch

    Ein von Häftlingen geprägter Begriff, für die von den Nationalsozialisten als ‚Evakuierung’ bezeichnete Räumung der Konzentrations- und Vernichtungslager durch die SS in den letzten Kriegsmonaten. Die Häftlinge wurden vor den heranrückenden Alliierten auf tagelange Fußmärsche, zum Teil auch in offenen Güterwaggons und auf Schiffen, über Hunderte von Kilometern getrieben. Wer nicht mehr weiter konnte, wurde ermordet.

  • Totenbuch

    In Totenbüchern notierten die Nationalsozialisten die Namen der registrierten Häftlinge, die im Konzentrationslager verstarben oder ermordet wurden. Totenbücher wurden nicht geführt für Häftlinge in den Vernichtungslagern, die direkt nach der Ankunft ermordet wurden.

  • Tracing/Documentation

    Diese Bezeichnung wurde 1948 eingeführt. Im Archivbestand des ITS liegen etwa drei Millionen T/D-Akten vor. Die Abkürzung stammt aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Der Begriff Tracing/Documentation bedeutet Suche/Dokumentation.