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Glossar

  • Zentrale Namenkartei

    Abkürzung: ZNK

    Die Zentrale Namenkartei (ZNK) beinhaltet rund 50 Millionen Hinweiskarten zum Schicksal von 17,5 Millionen Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt oder zur Zwangsarbeit verschleppt wurden. Sie dient der Recherche nach Einzelschicksalen. Jeder Name, der in einem Dokument auftaucht, wurde hier verkartet. Aufgrund der verschiedenen Nationalitäten und Sprachen wurde eigens für den ITS ein alphabetisch-phonetisches Ablagesystem gewählt. Die ZNK ist Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes "Memory of the World".

  • Zigeuner

    Als „Zigeuner“ wurden bereits vor der Zeit des Nationalsozialismus ethnische und soziale Gruppen bezeichnet und mit verschiedenen, meist abwertenden Zuschreibungen versehen. Sowohl die hiermit einhergehende Stigmatisierung als auch die Assoziation mit der rassistisch-ideologisch motivierten Verfolgung und Vernichtung („Porajmos“) im Nationalsozialismus haben dazu geführt, dass der Begriff heute in verschiedenen europäischen Sprachen zunehmend zurückgedrängt und durch Selbstbezeichnungen wie Sinti und Roma ersetzt wird.

  • Zivilarbeiter

    Zwangsarbeiter wurden während der Zeit des Nationalsozialismus auch als Zivilarbeiter bezeichnet. Es handelte sich um Arbeitskräfte, darunter auch Jugendliche, aus den von deutschen Truppen während des Zweiten Weltkrieges besetzten Ländern. Sie wurden angeworben oder verschleppt, um die deutsche Kriegswirtschaft aufrechtzuerhalten.

  • Zugangsbuch, Zugangsliste

    Hier wurde die Zahl der Häftlinge registriert, die in einem Konzentrationslager neu hinzukamen.

  • Zwangsarbeit

    Während des Zweiten Weltkriegs wurden Schätzungen zufolge mehr als zwölf Millionen Menschen, darunter Zivilpersonen, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene, als Zwangsarbeiter eingesetzt. Sie wurden in allen Bereichen der deutschen Wirtschaft ausgebeutet.

  • Zwangsarbeiterlager

    Zwangsarbeiter wurden häufig in Arbeitslagern untergebracht, insbesondere in der Rüstungsproduktion und bei Bauvorhaben. Es gab Tausende Lager unterschiedlicher Größe in Deutschland wie in den besetzten Ländern.