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Mittel für Erhalt historischer Karten bewilligt

Der ITS erhält eine weitere Förderung zur Bewahrung seiner Archivbestände in Höhe von 20.000 Euro. Die Mittel sollen für die Entsäuerung und Restaurierung von Lageplänen aus Konzentrationslagern sowie von Karten über den Verlauf von Todesmärschen eingesetzt werden.Unter dem Motto „Das besondere Format“ unterstützen die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und die Kulturstiftung der Länder in diesem Jahr 34 Projekte zur Bewahrung fragilen Schriftguts in Archiven und Bibliotheken. Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) traf die Auswahl.

Im Rahmen des Projekts werden an den großformatigen Plänen und Karten aus dem Archiv des ITS jetzt Knicke, Risse sowie Schäden durch Klebestreifen und Laminierungen beseitigt. Zudem wird das Papier entsäuert. Ein Teil der ausgewählten Dokumente stammt aus der NS-Zeit und war von den Lagerverwaltungen der Konzentrationslager erstellt worden. Die Karten zum Verlauf der Todesmärsche hatte der ITS in der unmittelbaren Nachkriegszeit angefertigt zur Klärung des Schicksals von Häftlingen.

Dank der konservatorischen Maßnahmen wird eine Langzeiterhaltung der zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehörenden Dokumente sichergestellt. „Die Restaurierung wird es auch ermöglichen, diese außergewöhnlichen Dokumente einem breitem Publikum zugänglich zu machen“, sagte Archivleiter Christian Groh. „Sie sind für die Erfassung der räumlichen Dimension der NS-Verbrechen von hohem Wert.“

Weitere Informationen: kek-spk.de