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Lebensgeschichten und Haftwege

Bild zeigt die Ankunft der ersten Schutzhaftgefangenen im Konzentrationslager Buchenwald am 15. Juli 1937
Ankunft der ersten Schutzhaftgefangenen im Konzentrationslager Buchenwald, aufgenommen am 15. Juli 1937. Foto: Sammlung Gedenkstätte Buchenwald

„Lebensgeschichten und Haftwege: Die ersten 149 Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald“ – Anlässlich des 80. Jahrestags der Errichtung des Konzentrationslagers Buchenwald spricht Henning Borggräfe, Leiter der Abteilung Forschung und Bildung des International Tracing Service (ITS), in Weimar über aktuelle Forschung zu den ersten Häftlingen auf dem Ettersberg. 

Am 15. Juli 1937 erreichten die ersten 149 Häftlinge das neu eingerichtete Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar. In den folgenden acht Jahren waren fast 280.000 Menschen im Lagerkomplex Buchenwald inhaftiert, von denen über 56.000 starben. Seit der Befreiung im April 1945 ist Buchenwald als einer der zentralen Orte des Naziterrors im öffentlichen Bewusstsein präsent. Wer aber waren die 149 Männer, die vor achtzig Jahren mit dem Bau des Konzentrationslagers beginnen mussten? Wann und warum waren sie inhaftiert worden? Was hatten sie schon vor der Ankunft in Buchenwald erlebt und was geschah mit ihnen im weiteren Verlauf der NS-Herrschaft? Die Geschichte der Konzentrationslager wird zumeist als Geschichte eines Ortes des Terrors erzählt. Dagegen stellt dieser Vortrag die Wege der Häftlinge in den Mittelpunkt und eröffnet damit neue Perspektiven auf die nationalsozialistische Verfolgung und ihre Opfer.

Vortrag: „Lebensgeschichten und Haftwege: Die ersten 149 Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald“ 

Wann: 14. Juli 2017 um 18.30 Uhr

Wo: Stadtmuseum Weimar
Karl-Liebknecht-Straße 7
99423 Weimar

Der Vortrag beruht auf Forschung im ITS Archiv, zu dessen Beständen unter anderem die Häftlingsunterlagen aus dem Konzentrationslager Buchenwald gehören. Veranstalter ist die Gedenkstätte Buchenwald in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und dem ITS.