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Workshop: Wer ist "wir"? in Kassel

Am 19. Februar veranstalten der International Tracing Service (ITS) und das Projekt „Zusammenleben neu gestalten“ der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) einen Workshop für Menschen aus der haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit. 

In den letzten Jahren werden Stimmen in Gesellschaft und Politik lauter, die dazu aufrufen, eine vermeintlich einheitliche Gruppe gegen „Fremdes“ zu verteidigen, das von außen eindringt. Doch wer ist dieses „wir“, das es angeblich zu verteidigen gilt? 

Im Rahmen des Workshops soll die Vorstellung gesellschaftlicher Homogenität kritisch untersucht werden. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das Deutschland der Nachkriegszeit geprägt war von den Millionen Menschen, die sich als Displaced Persons auf dem Gebiet des ehemaligen Deutschen Reiches aufhielten. Es waren Überlebende der Konzentrationslager, nach Deutschland verschleppte Zwangsarbeiter sowie jüdische Menschen, die dem Holocaust entkommen waren. 

Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte verändert den Blick auf die heutige Gesellschaft und setzt wichtige Impulse für die gegenwärtig geführten Diskussionen zum Thema Flucht und Menschenrechte. 

Dienstag, den 19. Februar 2019 von 10 bis 17 Uhr im Sara Nussbaum Zentrum in Kassel

Wir laden Sie herzlich ein, sich per Mail an manuel.glittenberg@degde.de zum Workshop anzumelden.

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