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Dr. Susanne Urban neue Historikerin beim ITS

Die Historikerin Dr. Susanne Urban übernimmt ab heute den Bereich der Forschung beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen. Urban tritt damit die Nachfolge von Dr. Irmtrud Wojak an, die im März 2009 zur Gründungsdirektorin des NS-Dokumentationszentrums in München berufen worden war. „Die Aufgabe reizt mich außerordentlich“, sagte Urban zum Amtsantritt. „Die Dokumente im Archiv des ITS bieten für die Forschung interessante Perspektiven.“

Zuletzt war die 41-Jährige als Mitarbeiterin der Gedenkstätte Yad Vashem in Deutschland tätig. Ihr Aufgabenschwerpunkt lag in der Förderung der Bildungsarbeit über den Holocaust. „Die Erfahrungen aus dieser Tätigkeit werde ich beim ITS gut einsetzen können“, so Urban. Beim Internationalen Suchdienst wird die Historikerin die Forschung in dem seit November 2007 der Öffentlichkeit zugänglichen Archiv voranbringen und konkrete Forschungsprojekte anregen. Der Aufbau von Kontakten und Kooperationen zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Gedenkstätten sowie der Ausbau der wissenschaftlichen Bibliothek gehören mit zu ihren Aufgaben. „Auch im Bereich der pädagogischen Arbeit sehe ich einen künftigen Schwerpunkt meiner Tätigkeit“, kündigte Urban an.

Weitere Stationen auf dem Lebensweg der Historikerin waren das Jüdische Museum Frankfurt am Main und die Hebräische Universität in Jerusalem. Zudem hat sie seit 1995 Lehraufträge zur Geschichte des Nationalsozialismus sowie des europäischen Judentums an mehreren Universitäten und Bildungseinrichtungen übernommen. Urban blickt auf zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen in Zeitschriften und Fachpublikationen zurück. Ihr Studium absolvierte die gebürtige Frankfurterin an der Technischen Universität Darmstadt und der Goethe Universität Frankfurt am Main. Ihre Dissertation zum Thema „Abwehr von Antisemitismus“ schloss sie im Jahr 2000 an der Universität Potsdam ab.

„Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Susanne Urban eine renommierte Wissenschaftlerin für den Internationalen Suchdienst gewinnen konnten“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. „Sie ist eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der NS-Verfolgung. Daher bin ich mir sicher, dass sie wichtige Impulse für die Forschung im Archiv des ITS geben wird.“