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Drndarski wird stellvertretender Direktor

Der Delegierte des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Djordje Drndarski ist seit heute neuer stellvertretender Direktor des Internationalen Suchdienstes (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen. „Ich betrachte es als ein Privileg, ein Teil des Suchdienstes zu sein“, sagte der 44-Jährige. „Es ist ein geschichtsträchtiger Ort von enormer Bedeutung.“

Drndarskis Aufgabe wird hauptsächlich die Unterstützung des ITS beim Wechsel im Management sein. Dabei geht es vor allem um die interne strategische Ausrichtung. Das IKRK wird sich Ende 2012 aus der Leitung des ITS zurückziehen. Neuer institutioneller Partner soll voraussichtlich das Bundesarchiv werden. Dessen genaue Rolle wird derzeit im Internationalen Ausschuss debattiert, der die Arbeit des ITS beaufsichtigt.

Der Rückzug des IKRK ist Bestandteil des allmählichen Wandels des ITS von einem Suchdienst zu einem Zentrum für Forschung, Information und Bildung. „Wir wollen sicher stellen, dass die Neuausrichtung des ITS in Bezug auf die neuen Aufgaben wie auch die neue Leitung möglichst reibungslos verläuft“, äußerte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. „Deshalb freuen wir uns über die Verstärkung aus Genf.“

Zuletzt war Drndarski beim IKRK stellvertretender Operationsleiter für Osteuropa. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er im vergangenen Jahr die Initiative des ITS unterstützt, den Service der Institution in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion besser bekannt zu machen. Drndarski arbeitet seit 1996 für das IKRK. Dabei hatte er mehrfach Berührung mit dem Thema der Suche nach Vermissten und Familienangehörigen infolge von Konflikten. „Familien wollen Gewissheit haben. Andernfalls können sie dieses schwere Kapitel für sich nicht abschließen“, so Drndarski. „In diesem Sinne leistet auch der ITS eine wichtige Arbeit.“