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ITS unterstützt Ausstellung im Stadtmuseum Coesfeld

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat mit dem Stadtmuseum Coesfeld eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Für das geplante Lern- und Begegnungszentrum zur Geschichte der jüdischen Gemeinden wird der ITS Dokumente über die Verfolgung während des Nationalsozialismus zur Verfügung stellen. Zudem soll auch die Arbeit des ITS innerhalb der neuen Ausstellung gewürdigt werden. „Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit. Sie ist ein Beispiel für die Kooperationen, die der ITS mit Museen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen bundesweit anstrebt“, sagte Dr. Susanne Urban, Leiterin des Bereichs Forschung beim ITS.

Das Museum will die Geschichte der jüdischen Gemeinden vor allem anhand von Einzelschicksalen aus Coesfeld, dem Münsterland und dem deutsch-niederländischen Grenzraum schildern. Das Begegnungszentrum soll dank dem Einsatz von innovativer Multimediatechnik und pädagogischer Begleitung eine Piloteinrichtung in der Erinnerungs- und Gedenkkultur werden. „Viele jüdische Familien flüchteten nach dem Beginn der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zunächst über die Grenze in die Niederlande. Daher soll die beabsichtigte Neugestaltung einen grenzüberschreitenden Charakter erhalten“, erläuterte Historikerin Kerstin Zimmermann vom Museum Coesfeld.

Neben der Zusammenarbeit bei der Recherche der Einzelschicksale sind darüber hinaus gemeinsame Workshops und Veranstaltungen angedacht. „Der ITS kann dank seiner umfassenden Dokumentation aktiv zum pädagogischen Programm beitragen“, versicherte Urban. Die Eröffnung des Begegnungszentrums in einem Teilbereich des Museums ist für 2011 geplant. Die pädagogische Zusammenarbeit zwischen dem ITS und dem Museum Coesfeld wurde bis 2013 verabredet.