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Suchdienst führt Gebührenordnung ein

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat heute eine Gebührenordnung für die Nutzung seines Archivs eingeführt. Sie legt die Kosten fest, die bei Anfragen von Forschern für Kopien von Dokumenten anfallen. „Wir haben uns bei der Höhe der Gebühren an Einrichtungen wie dem Bundesarchiv, Yad Vashem oder dem US Holocaust Memorial Museum orientiert“, sagte Jean-Luc Blondel. „Die Gebühren sind maßvoll und ausschließlich kostendeckend.“

Die neue Gebührenordnung ist Bestandteil der allgemeinen Benutzerregelung für das Archiv des ITS. Sie findet ausschließlich für Forschungsprojekte Anwendung, nicht jedoch für Anfragen von Überlebenden der NS-Verfolgung oder ihren Familienangehörigen. Die Recherche in der Datenbank des Suchdienstes und die Erteilung von Auskünften bleiben auch für Forscher weiterhin kostenlos. Gebühren werden künftig für Kopien, Scans, Datenträger (CD-Roms, DVDs, USB-Sticks), Verpackungsmaterial und den Versand erhoben. Sie liegen zwischen 0,30 Cent für eine Kopie und fünf Euro für einen Datenträger.

Der Internationale Ausschuss aus elf Mitgliedsstaaten, der die Arbeit des ITS kontrolliert, hat die Gebührenordnung genehmigt. Mit der Gebührenordnung entfällt die zwischenzeitlich eingeführte Begrenzung der Datenabgabe auf 100 Kopien pro Forschungsantrag. Stattdessen gilt jetzt die Formulierung, dass die „Herausgabe ganzer Aktenbestände oder Sammlungen nicht möglich ist“.

Download Gebührenordnung (pdf)