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Zusammenarbeit bekräftigt

Vertreter der Rot-Kreuz-Suchdienste

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) und die nationalen Suchdienste des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes haben anlässlich einer gemeinsamen Tagung in Bad Arolsen ihre künftige Zusammenarbeit bekräftigt. Auch nach dem Rückzug des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) aus der Leitung des ITS Ende 2012 wird der Suchdienst in Bad Arolsen weiterhin auf das Netzwerk der Rot-Kreuz-Gesellschaften zurückgreifen können. „Dank der Kooperation haben wir in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Familien wieder zusammenführen können, die durch die nationalsozialistische Verfolgung und Verschleppung auseinander gerissen wurde“, sagte ITS-Direktor und IKRK-Delegierter Jean-Luc Blondel. „Diese bedeutsame Aufgabe wollen wir gemeinsam fortsetzen.“

An dem einwöchigen Meeting im nordhessischen Bad Arolsen nehmen knapp 40 Suchdienstmitarbeiter aus 21 Nationen teil. Sie erörtern Fragen der Suche nach vermissten Familienangehörigen infolge von Krieg und Krisensituationen. Ein zentraler Punkt ist dabei auch die zukünftige Rolle des ITS innerhalb des Netzwerkes der Rot-Kreuz-Gesellschaften. Das IKRK und der ITS haben eine entsprechende Vereinbarung (Memorandum of Understanding) vorgestellt.

Demnach wird der ITS auch weiterhin Unterstützung bei humanitären Anfragen erhalten. Zudem wird am Hauptsitz des IKRK in Genf ein Verbindungsbüro eingerichtet, das bei Bedarf zwischen dem ITS und nationalen Rot-Kreuz-Gesellschaften in Fragen der Familienzusammenführung vermitteln kann. „Wir werden uns regelmäßig austauschen. Der ITS ist aufgrund seiner jahrzehntelangen Expertise und seines Dokumentenbestandes ein wichtiger Partner für uns“, betonte Olivier Dubois, stellvertretender Leiter des Zentralen Suchdienstes beim IKRK in Genf.

Daneben stehen auf der Tagesordnung des Meetings Fragen zu Recherchemöglichkeiten in verschiedenen Ländern, zur Verbesserung der Kommunikation untereinander, zu Datenschutzrichtlinien sowie zur Bearbeitung von Suchanfragen bei Adoptionsfällen.