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Zwei Findbücher zur NS-Verfolgung in den Beneluxländern veröffentlicht

Der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen hat zwei weitere Findbücher auf seiner Website veröffentlicht. Sie beschreiben die Archivbestände zum polizeilichen Judendurchgangslager Westerbork und zu Verfolgungsmaßnahmen durch die Nationalsozialisten in den Beneluxländern.

Das Findbuch zum Lager Westerbork umfasst 25 Verzeichnungseinheiten. Überwiegend sind Transportlisten und Verzeichnisse über Todesfälle im Archiv des ITS vorhanden. Insgesamt waren von 1942 bis 1944 mehr als 107.000 Juden aus dem Durchgangslager Westerbork in die Vernichtungslager deportiert worden.

Das sachthematische Inventar zu NS-Verfolgungsmaßnahmen in den Beneluxstaaten beinhaltet 265 Verzeichnungseinheiten. Zum Bestand zählen vor allem Kopien von Unterlagen aus anderen Archiven. Ziel der Verzeichnung war die Rekonstruktion der ursprünglichen Provenienzen. Inhaltlich geht es unter anderem um die Organisation der Judenverfolgung sowie den Einsatz des Sicherheitsdienstes, aber auch um Kriegsverbrecherprozesse vor dem Gerichtshof in Luxemburg.

Für den Internationalen Suchdienst ist die bessere Erschließung der Dokumente eine vordringliche Aufgabe, um den Bestand auch für historische Fragestellungen recherchierbar zu machen. Nähere Informationen zu den Findbüchern finden sich im Internet unter www.its-arolsen.org/de/das_archiv/findbuecher/index.html.