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International Tracing Service (ITS)

Der International Tracing Service (ITS) ist ein Archiv und Dokumentationszentrum über NS-Verfolgung und die befreiten Überlebenden. Aus mehr als 30 Millionen Dokumenten erhalten ehemals Verfolgte und ihre Nachfahren Informationen zur Inhaftierung, Zwangsarbeit sowie der Nachkriegsunterstützung durch die Alliierten. Das Archiv ist zugleich die Grundlage für Forschung und Bildung.

  • Möge dieses Archiv, das der Wiedergutmachung an den Opfern und deren Angehörigen dient, allen kommenden Generationen eine Mahnung sein, solches Unheil nie wieder über die Menschheit kommen zu lassen.

    Zitat aus der dreisprachig verfassten Bestimmungsurkunde, die am 20. August 1952 beim Richtfest des ITS-Haupthauses eingemauert wurde.

    Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, besteht eine internationale Zusammenarbeit mit Gedenkstätten, Archiven und Forschungsinstitutionen. Der ITS erinnert an die Opfer der NS-Verbrechen und leistet einen Beitrag zur Gedenkkultur. Seit 2013 sind die Originaldokumente des Archivs Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes „Memory of the World“.

    Seine bis heute gültige Bezeichnung „International Tracing Service“ erhielt die Einrichtung am 1. Januar 1948. Arbeitete der ITS anfänglich unter alliierter Kontrolle, übernahm 1955 ein Internationaler Ausschuss diese Aufgabe.

    Der ITS dokumentiert das Schicksal von Millionen Opfern, deren Andenken es zu wahren gilt. Daraus resultiert ein besonderer Respekt vor den Werten von Demokratie, Freiheit, Menschenwürde und Toleranz. Der ITS fühlt sich diesen Werten verpflichtet und möchte sie durch seine Arbeit stärken.

Finanzierung und Rechtsgrundlagen

Die heutigen Aufgaben des ITS sind in dem Berliner Übereinkommen vom 9. Dezember 2011 festgelegt. Institutionell gefördert wird die Einrichtung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

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Zur Geschichte des ITS

Die Ursprünge des ITS gehen bis in das Jahr 1943 zurück, als eine spezielle Abteilung des britischen Roten Kreuzes mit der Registrierung vermisster Opfer der Nazis begann. Hier finden Sie Informationen über die Geschichte des ITS.

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