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Organisation

Bild zeigt: Wandgemälde aus den 1950er Jahren mit dem Spruch „Nie wieder” in verschiedenen Sprachen

Wandgemälde des ITS aus den 1950er Jahren.

Der International Tracing Service (ITS) hat seinen Sitz in Deutschland, ist jedoch eine international verwurzelte Institution. Das zeigt sich unter anderem auf der Leitungsebene: Über den Internationalen Ausschuss sind Regierungsvertreter aus elf Ländern an den Entscheidungen über den ITS beteiligt. Der Internationale Ausschuss legt Wert darauf, dass die Direktion in den Händen international renommierter Persönlichkeiten liegt.

  • Internationaler Ausschuss

    Der Internationale Ausschuss erstellt die Richtlinien für die Arbeit des ITS und überwacht diese im Sinne der ehemals Verfolgten. Grundlage ist das am 9. Dezember 2011 unterzeichnete Berliner Übereinkommen, das die Bonner Abkommen von 1955 sowie das Änderungsprotokoll von 2006 ersetzt. Der Internationale Ausschuss setzt sich aus Regierungsvertretern der elf Mitgliedstaaten zusammen (dem englischen Alphabet nach):

    • Belgien
    • Frankreich
    • Bundesrepublik Deutschland
    • Griechenland
    • Israel
    • Italien
    • Luxemburg
    • Niederlande
    • Polen
    • Vereinigtes Königreich
    • Vereinigte Staaten von Amerika

    Gemäß dem Berliner Übereinkommen hat der Internationale Ausschuss die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen den im Ausschuss vertretenen Regierungen in Fragen des ITS zu gewährleisten und die Richtlinien für die Tätigkeit des ITS aufzustellen, einschließlich des Zugangs zu den in seinen Räumlichkeiten aufbewahrten Archiven und Unterlagen.

    Der Vorsitz des Internationalen Ausschusses wechselt jährlich zwischen den Mitgliedstaaten. Während der Jahresversammlung im Juni 2016 übernahm Luxemburg den Vorsitz. Der Vorsitzende des Ausschusses ist Dr. Paul Dostert:

    Dr. Paul Dostert
    E-Mail


     

  • Mission Statement des Internationalen Ausschusses für den ITS

    „Der ITS hat die Aufgabe sein Archiv aufzubewahren, zu konservieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, seine Dienstleistungen gegenüber Nazi-Opfern und Überlebenden des Holocaust und all jenen, die das Schicksal ihrer Familienmitglieder in Bezug auf Verfolgung durch die Nazis und ihre Alliierten aufzuklären versuchen, zu modernisieren und die Arbeitsabläufe dazu effektiver zu machen, und sich in ein europäisches und internationales Netzwerk von Forschungs- und Bildungsinstituten zu integrieren, die sich mit der Verfolgung durch die Nazis, dem Holocaust, Zwangsarbeit und Displaced Persons beschäftigen."

  • Institutioneller Partner

    Seit dem 1. Januar 2013 ist das Bundesarchiv der Bundesrepublik Deutschland der institutionelle Partner des ITS. Gemäß dem Berliner Übereinkommen soll der ITS bei Fragen der Bestandserhaltung, Kooperationen mit Dienstleistungsunternehmen, der Verbesserung archivischer Fachanwendungen sowie anderer archivwissenschaftlicher und verwaltungstechnischer Themen durch einen institutionellen Partner beraten werden. Eine Partnerschaftsvereinbarung die für die Dauer von fünf Jahren abgeschlossen wird, regelt die Zusammenarbeit. Wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat auch der institutionelle Partner des ITS einen Permanent-Observer-Status bei den Sitzungen des Internationalen Ausschusses.

    Die Partnerschaft mit dem Bundesarchiv manifestiert sich in regelmäßigen Treffen und Fachgesprächen.

  • Direktorin

    Gemäß dem Berliner Übereinkommen wird die Direktorin beziehungsweise der Direktor vom Internationalen Ausschuss rekrutiert und ernannt, leitet in seinem Sinne den ITS und handelt als Sekretär dieses Gremiums. Die Position wird für den Zeitraum von fünf Jahren besetzt. Eine einmalige Verlängerung um weitere fünf Jahre ist möglich.

    Seit Januar 2016 ist Floriane Hohenberg Direktorin des ITS. Die im Management von internationalen Organisationen erfahrene Menschenrechtsexpertin und gebürtige Französin wurde 2015 vom Internationalen Ausschuss rekrutiert und ernannt.

    Ihre Vorgängerin, die US-Amerikanerin Professor Dr. Rebecca Boehling, war als erste Direktorin direkt vom Internationalen Ausschuss berufen worden. Mit ihr verpflichtete der Internationale Ausschuss eine Historikerin, unter deren Leitung der zukunftsweisende Wandel des ITS zu einem internationalen Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung vorangetrieben wurde.

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

    Zum 1. Januar 2016 waren beim ITS einschließlich der Direktorin 268 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt.

    Angesichts der internationalen Ausrichtung des ITS ist die Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Nationalitäten ein wichtiger Baustein. So gehören unter anderem Menschen aus Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Portugal, den USA und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion zum Team.

    Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ITS wird der Tarifvertrag für die Arbeitnehmer bei den Stationierungsstreitkräften im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland – TV AL II – angewandt.