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Digitale Kopien des ITS-Archivs

Bild zeigt: Die Zentrale Namenkartei des ITS

Die Zentrale Namenkartei ist mit 50 Millionen Hinweiskarten zu 17,5 Millionen Menschen weltweit ein einzigartiges Mahnmal aus Papier über die NS-Verbrechen und ihre Folgen.

Jeder Mitgliedstaat des Internationalen Ausschusses ist berechtigt, eine Kopie des digitalen Archivs für eine ausgewählte Partnerinstitution anzufordern und in seinem Land bereitzustellen. Das wurde im Berliner Übereinkommen vom 9. Dezember 2011 festgelegt. Dadurch soll international der Zugang zu den Dokumenten im ITS-Archiv, die Teil des UNESCO „Memory of the World“ sind, sowohl für die Wissenschaft als auch für die Recherche familiärer Schicksale erleichtert werden.

Diese Copyholder sind Partnerinstitutionen des International Tracing Service (ITS). 2014 wurde damit begonnen, durch einen regelmäßigen Austausch untereinander den Nutzerzugang zu verbessern und ein stärker abgestimmtes Vorgehen zu erreichen. Dazu werden der ITS zusammen mit The Wiener Library sowie dem United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) bis 2018 eine Reihe von Workshops veranstalten. Dieses Projekt wird von einer privaten britischen Kulturstiftung gefördert.

Partnerinstitutionen mit einer digitalen Kopie sind in:

  • Belgien: Archives de l'État en Belgique, Brüssel
  • Frankreich: Archives Nationales, Pierrefitte-sur Seine
  • Israel: Yad Vashem, Jerusalem
  • Luxemburg: Centre de Documentation et de Recherche sur la Résistance, Luxemburg
  • Polen: Instytut Pamięci Narodowej (IPN), Warschau
  • USA: US Holocaust Memorial Museum (USHMM), Washington
  • Vereinigtes Königreich: The Wiener Library, London

Jedes Jahr händigt der ITS einen aktualisierten Datenbestand an die Partnerinstitutionen aus, der alle neu gescannten Dokumente beinhaltet.